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Korea

Auch wenn Korea im Vergleich zu anderen Ländern nur geringe Mengen an Tee produziert, so kann das Land dennoch eine spannende Tee-Geschichte vorweisen. Denn diese ist im Laufe der Jahrhunderte von stetigen Höhen und Tiefen geprägt. Der erste Tee kam von China nach Korea und war wahrscheinlich ein Mitbringsel von buddhistischen Mönchen. Das war bereits im 6. und 7. Jahrhundert nach Christus der Fall. Es sollte allerdings bis zum 9. Jahrhundert dauern, bis Tee wirklich fest in der koreanischen Kultur verankert war.

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts sollte sich dies jedoch ändern. Denn der damals in Korea vorherrschende Buddhismus wurde durch den Konfuzianismus verdrängt  – und damit auch die buddhistischen Teerituale. Die wenigen buddhistischen Klöster und Tempel, die diese radikalen Maßnahmen überlebten, versuchten alles, um die Teekultur am Leben zu erhalten. Als im 16. Jahrhundert dann noch ein Krieg gegen Japan ausbrach, wurde die koreanische Teekultur fast vollständig dem Erdboden gleichgemacht.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erlebe der Buddhismus in Korea eine Wiedergeburt und damit natürlich auch die Teekultur. Zwar gab es immer wieder Rückschritte, wie beispielsweise während des Koreakriegs, das Erstarken der Teekultur war jedoch nicht mehr zu bremsen, sodass das Getränk in Korea heutzutage wieder einen hohen Stellenwert genießt.

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